Omnia: Der mobile Backofen für den Camper

Der Omnia Campingbackofen ermöglicht dem Camper, auch unterwegs ganz einfach feine Gerichte zuzubereiten. Ob Gratins, Kuchen, Brot, Pizzas oder knusprige Brötchen zum Frühstück, mit dem Omnia gelingt das kinderleicht. Wir geben dir Anwendungs-Tipps sowie erste Rezeptideen.
Omnia Campingbackofen

Ich gebe es zu, dieser Omnia Campingbackofen schwärmte mir schon lange im Kopf herum. Trotzdem blieb ich skeptisch. Taugt denn diese seltsame, runde Form mit dem Loch in der Mitte und dem roten Deckel überhaupt etwas?

Seit ein paar Monaten besitze ich nun auch so ein Wunderding und bin davon sehr begeistert! Der Omnia Campingbackofen kann meiner Meinung nach zunächst mal als ganz gewöhnlicher Backofen betrachtet werden. Damit lässt sich vieles zubereiten.

Die Omnia Grundausrüstung besteht aus folgenden drei Teilen:

  1. Das Unterteil aus Edelstahl,
  2. die Backform aus Aluminium und
  3. der rote Deckel mit den kleinen Löchern an der Seite.

Diese drei Teile werden immer zusammen benutzt und erzeugen Ober- und Unterhitze.

Das Unterteil aus Edelstahl steht direkt auf dem Herd und dient zur gleichmässigen Hitzeverteilung. Darauf wird die Backform aus Aluminium gesetzt und der Deckel kommt oben drauf. Während des ganzen Backvorgangs muss der Deckel auf der Form bleiben, damit die Hitze optimal zirkulieren kann.

Zur Erweiterung des Omnia Campingbackofens gibt es im Onlinehandel Koch- und Backbücher, aber auch Zubehörteile, wie die Silikonbackform und die Muffinform. Sie werden direkt in die Aluminiumform gesetzt. Diese Teile sind nicht zwingend nötig, müssen aber im Gegensatz zur Aluminiumbackform nicht eingefettet werden. Das Gitter eignet sich zum Aufbacken von Brötchen und Croissants sowie zum schonenden Garen von Fisch und Gemüse. Der Thermometer wird durch ein Loch in der Deckelseite gesteckt und dient zur Temperaturüberwachung.

Unterwegs beim Campen backe ich sehr gerne. Ich habe mir deshalb eine Omnia-Silikonbackform zugelegt. Sie hält, was versprochen wird. Man muss nichts einfetten, es bleibt nichts kleben und die Reinigung ist problemlos. Gerüche können ganz simpel aus der Silikonform entfernt werden. Einfach 2 Päcklein Backpulver in die Silikonform streuen, mit heissem Wasser aufgiessen, sprudeln lassen und nach dem Abkühlen auswaschen. So schmeckt der Zitronenkuchen nicht nach dem herzhaften Gratin vom Vortag.

Einführende persönliche Tipps im Umgang mit dem Omnia

Je nach Herdmodell können die Garzeiten etwas abweichen:

  • Die Backzeit für Kuchen beträgt 20-30 Minuten.
  • Die Backzeit für Brot liegt bei ungefähr 50 Minuten.
  • Kartoffelgratin benötigt etwa 35 Minuten.
  • Fisch benötigt etwa 15 Minuten.
  • Aufbacken von Brötchen benötigt etwa 10 Minuten.

Keine Sorge, man hat den Dreh beim eigenen Herd schnell raus. Grundsätzlich sind aufgrund meiner eigenen Erfahrungen die Garzeiten ungefähr die gleichen, wie beim herkömmlichen Backofen zuhause.

Bei Kuchenteig, Brotteig und anderen Speisen, welche noch aufgehen, darf die Form nur bis zur Hälfte gefüllt werden. Inzwischen habe ich mir eine «Pi mal Daumen-Regel» formuliert. Für Brote und Kuchen verwende ich maximal 500g Mehl. Bei Backmischungen gilt dasselbe. Der Mehlanteil darf 500g nicht übersteigen. Speisen, die nicht aufgehen, sollten bis maximal 2.5cm unter dem Rand gefüllt werden.

Brot und Kuchen lasse ich nach dem Backen immer etwas abkühlen. Ich stürze sie dann mit dem Deckel, entferne die Silikonform und stürze das Ganze schliesslich auf einen Teller.

Für grosse Brotscheiben stellt man sich ein Viereck vor und schneidet entsprechend längs der Brotform. So erhält man von allen 4 Seiten grosse Brotscheiben.

Für die Mengenangaben empfehle ich diese kleine, kompakte Küchenwaage «SOEHNLE Genio White». Für grössere Gefässe kann sie wie eine Schere aufgeklappt werden. Sie hat eine gute Grösse und passt in die Küchenschublade.

Um von Anfang an eine gute Hitze im Omnia Campingbackofen zu erzeugen, stellt man bei den meisten Gerichten den Herd in den ersten 5 Minuten auf die höchste Hitzestufe. Dabei brennt noch nichts an. Danach wird auf die kleinste Stufe reduziert.

Meine Rezepte für den Omnia

Das Erste, was ich ausprobiert habe, war ein Zitronenkuchen. Ich war skeptisch. Ob das wirklich so einfach gelingt, wie es im Rezeptbuch beschrieben ist. Mit den beschriebenen Zutaten machte ich mich an dieses simple Rezept. Kurz gesagt, laut Rezept musste ich alles nacheinander zusammenmixen, in die Silikonform füllen, den Deckel drauf und ab damit mittig auf den Gasherd. 5 Minuten volle Pulle bei höchster Stufe und danach ca. 30 Minuten bei kleinster Stufe backen lassen. Dabei musste der Deckel immer drauf bleiben, damit die Hitze zirkulieren kann. Meine skeptischen Zuschauer machten mit ihren Witzen die Situation nicht besser. Nach 30 Minuten und etwas abkühlen stürzten wir den Kuchen aus der Form. Sämtliche Skepsis war auf einen Schlag verflogen. Der Kuchen duftete herrlich, nichts blieb in der Form kleben, nichts war angebrannt. Einfach köstlich! Aus meiner Skepsis und der Witzlerei meiner Campingnachbarn wurde ein wunderbarer Nachmittag auf dem Campingplatz bei Kaffee und Zitronenkuchen. Inzwischen besitzen alle einen Omnia Campingbackofen.

Nachfolgend habe ich für euch drei einfache und feine Rezepte, die ich auf dem Gasherd zubereitet habe und garantiert gelingen. Bei Glutenunverträglichkeit empfehle ich als Mehl-Ersatz dieselbe Menge «Schär Gluten Free Mix B, Brot Mix». Glutenfreier Kuchenteig eignet sich ebenfalls bestens. Ich habe bei allen Rezepten die Silikonform verwendet. Somit erübrigt sich das Einbuttern der Form.

Zitronenkuchen

Zutaten:

  • 2 unbehandelte Zitronen
  • 3 Eier
  • 200g Zucker
  • 200g Margarine
  • 200g Mehl
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 125g Puderzucker

Zubereitung:

  1. Die Zitronenschale beider Zitronen abreiben und eine Zitrone auspressen.
  2. Den Zitronensaft für die Glasur beiseite stellen.
  3. Eier und Zucker schaumig rühren und dabei Margarine portionenweise dazugeben.
  4. Mehl, Backpulver und Zitronenschale mischen und dazugeben.
  5. Alles zusammen zu einem gleichmässigen Teig verrühren, in die Omnia-Form abfüllen und den Deckel drauf.
  6. 30min bei kleinster Hitze und immer geschlossenem Deckel backen (hier 5min nicht auf höchster Stufe!)
  7. Für die Glasur den Zitronensaft nach und nach mit dem Puderzucker vermischen, dass eine dickflüssige Glasur entsteht.
  8. Den noch warmen Kuchen mit einer Gabel mehrfach einstechen, damit die Glasur schön in den Kuchen eindringen kann.
  9. Die Glasur auf den Kuchen streichen und den Kuchen auskühlen lassen.

Zwiebelkuchen

Zutaten:

  • 1 LEISI Glutenfreier Kuchenteig, rund, 32cm im Durchmesser
  • 100g Rahmquark
  • 600g Zwiebeln in dünnen Scheiben
  • etwas Butter zum andünsten
  • 2 Esslöffel saurer Halbrahm
  • 2 Eier Grösse M
  • Salz und Pfeffer
  • (und wer mag noch 2 Teelöffel Kümmel)

Zubereitung:

  1. Zwiebelringe mit Butter in der Bratpfanne glasig andünsten. (wer mag mit Kümmel bestreuen)
  2. Saurer Halbrahm mit den Eiern verquirlen, würzen mit Salz und Pfeffer.
  3. Die Omnia-Form mit dem Teig auslegen und die Zwiebeln auf dem Teig verteilen.
  4. Das Rahm-Ei-Gemisch darüber giessen und den Deckel drauf.
  5. 5min bei grösster Hitze, dann 40min bei kleinster Hitze backen.

Speck-Käsebrot

Zutaten:

  • 300g Mehl
  • 1 Päcklein Backpulver
  • 150g Rahmquark
  • 6 Esslöffel Milch
  • 1 Teelöffel Salz
  • 150g Speckwürfel
  • 50g geriebener Käse z.B. Appenzeller

Zubereitung:

  1. Mehl, Backpulver, Quark, Milch, Salz, Speckwürfel und Käse zu einem Teig verkneten.
  2. Etwas Mehl ausstreuen und darauf den Teig zu einem ca. 60cm Strang rollen, in die Form legen und die Teigenden miteinander verbinden. Den Deckel drauf.
  3. 5min bei grösster, danach 30min bei kleinster Hitze backen.
  4. Zuletzt nochmals 5min bei grösster Hitze den Teig oben etwas bräunen.

Anstelle von Speck kann man nach Belieben auch Oliven, Schinken, Zwiebeln, in Öl eingelegte Tomaten und vieles mehr in den Teig einkneten.

Als süsse Variante lässt man den Speck, den Käse und das Salz weg und nimmt stattdessen 75g Zucker und ein Päckchen Vanillezucker. Nach Belieben können auch Nüsse und Dörrfrüchte dazugegeben werden.

Weiterführende Informationen und Links

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