Ab in’s Bett – Mit einer fanello Matratze

Die fanello Bettsysteme und Matratzen der Firma Meili Production AG aus Fahrwangen bieten tollen Schlafkomfort für Camper. Wir berichten über die Firma, ihren Werdegang und ihre Produktpalette.
fanello Matratzen

«Schlafen Sie, wo sie wollen» – und herzlich willkommen bei der Firma Meili Production AG in Fahrwangen. Die alteingesessene Aargauer Firma hat eine bewegte Geschichte. Mit der Produktion von hochwertigen «Meili»-Rucksäcken und werthaltigen Blachen hatte vor mehr als 90 Jahren die Firma ihren Betrieb aufgenommen. Im Laufe der Zeit wurden aus Blachen Matratzenüberzüge. Nur konsequent, dass vor Jahren mit der Entwicklung von Matratzen begonnen wurde. Die fanello Matratzen überzeugen heute anspruchsvolle Freizeit-Kapitäne ebenso wie engagierte Hobby–Nomaden. Sie fragen sich weshalb? Ganz einfach: Es schläft sich darauf einfach hervorragend.

Mit Rucksäcken fing alles an

1937 gründete der Ur-Grossvater des heutigen Geschäftsführers die Meili & Co. AG in Schlieren. Dabei konzentrierte sich der Patron auf die Herstellung von Rucksäcken und Futteralen für Musikinstrumente. Vier Jahre später beschloss Hermann Meili, auch Etuis zu fertigen. Dies entsprach in der damaligen Zeit einem grossen Bedürfnis. Der Erfolg blieb nicht aus und die Produktionskapazitäten wurden eng. Im Aargauischen Fahrwangen konnte der Unternehmer eine passende Liegenschaft erwerben, in der auch künftig genügend produziert werden konnte. Nach umfassenden internen Umbaumassnahmen in den 70er Jahren konnten die 80er Jahre als das goldene Jahrzehnt für das Unternehmen bezeichnet werden. Bis zu 120 Mitarbeitende waren in der Hochblüte für die Meili & Co. tätig.

Von Rucksack über Uhren-Armänder zu Betten und Matratzen

Dank schwierigen Zeiten zu neuen Chancen

In den 90er Jahren veränderte sich der Markt rasch. Billigrucksäcke aus dem Ausland begannen, den Schweizer Markt zu überschwemmen. Dies führte dazu, dass sich das Unternehmen entschied, die Produktion von Rucksäcken komplett einzustellen.

Meili wäre nicht Meili, wenn die neue Situation nicht als grosse Chance betrachtet worden wäre. So konnten vermehrt technische Lederwaren für das Schweizer Militär und die Uhrenfirma Swatch produziert werden. Zudem konnte das Unternehmen einen Hersteller von Naturbetten als Kunden gewinnen, wobei Peter Meili an der Produktentwicklung einen entscheidenden Anteil hatte. Diese Partnerschaft besteht in dieser Form heute nicht mehr. Stattdessen entwickelte die Meili & Co AG eine eigene Naturbettenmarke, welche heute als «Fanello» bekannt ist.

Obwohl die Meili & Co. AG viel tat, um der weiterhin anspruchsvollen Wettbewerbssituation zu begegnen, liess sich das Verhängnis nicht aufhalten. 2004 musste die Firma den Konkurs anmelden.

Eine Matzratze entsteht

Neustart mit klarem Fokus

Aufgewachsen in einer Unternehmer-Familie fiel es für den damals rund 20jährigen Sohn Ady schwer, zu glauben, dass es mit der Firma nun einfach fertig sein sollte. Zusammen mit seiner Schwester hatte er sich daher entschlossen, «etwas» aus der Firma zu machen. Sie entschieden sich für eine Neugründung. Die neue Firma soll sich auf Nischen konzentrieren und diese möglichst nachhaltig bearbeiten. Heute liegt der Fokus klar auf dem Bereich «Schlafen». Ob Zuhause, im Wohnmobil oder im Boot: Ady Meili hat mit seinem Geschäftspartner und Teilhaber Marcel Meier ein Produkt kreiert, das keine schlaflosen Nächte mehr zulässt. Unterstützt werden die beiden von einem kleinen, aber feinen Team.

Schweizer Produkt mit italienischem Namensgeber

Bei meinem Rundgang in der Firma in Fahrwangen wollte ich natürlich von Ady in Erfahrung bringen, was es denn mit dem Namen «Fanello» auf sich habe. Ein Steilpass für den CEO: «Vor über dreissig Jahren, als Hanf noch mehrheitlich als Rauschmittel verdammt wurde, unternahmen wir schon erste Versuche, die Naturfaser Hanf in unseren Bettsystemen einzuarbeiten. Wir waren der festen Überzeugung, dass die beruhigende Wirkung von Hanf im Schlafbereich eine enorm wichtige Rolle spielt. Dabei wurden wir auf einen Vogel namens «Hänfling» aufmerksam. Nur «Hänfling» lässt sich irgendwie unmöglich als neues Produkt vermarkten. Per Zufall haben wir dann festgestellt, dass «Hänfling» im Italienischen «Fanello» heisst. Für alle sofort ein klingender Name, der für unsere Produkte hervorragend geeignet schien.»

In der Produktion

Fanello ClickMat – Ein Volltreffer für Camper

Den heutigen Boom der Camper-Szene hatten die Meilis irgendwie gerochen. So waren sie bereit, als die Nachfrage nach bequemen Liegeunterlagen anzog. Mit der fanello Matratze der Linie ClickMat ist ihnen im Übrigen ein sensationeller Wurf gelungen. Die ausgeklügelte Liegeunterlage lässt sich hinter den aufgestellten Sitzbänken verstauen und im Gegensatz zu anderen Produkten über eine Seite zusammenklappen. Ausserdem, und das ist für mich der absolute Hammer, vermeidet der Schrägschnitt die lästigen Lücken zwischen den Matratzenteilen.

fanello ClickMat im Einsatz

Das RoofTop – Die Krönung!

Für einzelne Nächte ist der standardmässige Lattenrost im Dach gut und recht. Nur ist es schlicht und ergreifend nicht dasselbe, ob man die Nacht alleine oder zu zweit oben verbringt. Keine Bewegung des Partners kann versteckt werden. Egal, ob als störend empfunden oder nicht, man spürt dies einfach. Hier kommt nun das fanello RoofTop zum Einsatz. Die Lattenroste sind pro Person getrennt, um optimalen und individuellen Schlafkomfort zu garantieren. Keine Frage: Mit rund CHF 2’000.- hat das exklusive Zubehör einen stolzen Preis. Anspruchsvolle Kleinbusreisende haben damit aber 100% Gewähr, einen besonderen Schlafkomfort anzutreffen. Das Interieur verliert im Übrigen lediglich 2 cm an Raumhöhe. Diesen Verlust kann ich locker verkraften, wenn ich den neuen Tag dafür tief entspannt und ausgeruht angehen kann.

fanello RoofTop

Die fanello Mattress und die fanello ClickMat habe ich beide in meinem VW California im Einsatz. Ich hätte echt nie gedacht, dass ein für mich als Laie kaum erkennbarer Unterschied einen derart grossen Mehrwert an Komfort bieten kann. Die Ausgaben habe ich keinen Moment bereut. Einzig bei einem nächsten VW-Bus würde ich mir echt die Frage stellen, ob ich diesen z.B. bei Volkswerch nicht individuell ausbauen lassen und gleich zu Beginn weg mit dem perfekten Zubehör ausstatten will. – Man lernt im Leben halt immer wieder dazu…!

Gut im Bett – auch auf dem Kopf

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