Der Suisse Caravan Salon 2017 hat seine Tore geöffnet

Der Suisse Caravan Salon 2017 hat Ende Oktober seine Tore geöffnet: Ein erster Bericht und persönliche Highlights.
Messegelände vor den Haupthallen am Suisse Caravan Salon 2017

Der Suisse Caravan Salon 2017 hat am Donnerstag, dem 28.Oktober, seine Tore geöffnet. Sofern ihr mit dabei gewesen seid, könnt ihr jetzt den Besuch nochmals Revue passieren lassen. Und wenn ihr nicht an der Messe teilnehmen konntet, habt ihr jetzt die Chance im eMagazin einen Eindruck von allen Highlights zu gewinnen: Schaut euch auch den Folgebericht „SCS 2017 – Weiter auf Entdeckungstour“ an.

Ansammlung vor dem California XXL
California XXL

Mit dem heiss begehrten Medienpass durften wir schon am Mittwoch Abend einen Vorgeschmack (sprichwörtlich, die Gastregion Mecklenburg-Vorpommern hat uns mit den beliebten Fischbrötchen verwöhnt) auf den kommenden Event erhaschen.

In diesem ersten Bericht präsentieren wir euch einen Überblick über die Highlights vom camping.ch Team und den „must-sees“ der ersten Tage.

Das dürft ihr nicht verpassen am Suisse Caravan Salon 2017

Das Grösste und das Kleinste

Gleich vor den Hallen 2-3 steht ein – man kann es nicht anders sagen – Gigant von einem Wohnmobil mit einer Dachterrasse. Ihr könnt es nicht verfehlen. Zusätzlich zu seinen unglaublichen Dimensionen vereint dieses Unikum das vermutlich breiteste Farbspektrum auf einem einzigen «Wohnmotorwagen» an dieser Messe. Das Objekt ist nicht nur von aussen ein absoluter Hingucker: Jedes Scharnier ist durchdacht und dient einem besonderen Zweck. Mit anderen Worten, dieses Wohnmobil auf LKW-Basis lässt keine Wünsche mehr offen. Sein Besitzer hat uns alles exklusiv gezeigt und erklärt. Wir werden euch also später mehr darüber erzählen.

Ein viel kleineres aber auch sehr sehenswertes Highlight ist das Goggomobil T 250 und sein Wohnanhänger «Schwalbennest». Wenn ihr diese beiden Bijous nicht missen wollt, seid ihr beim Stand vom Erwin-Hymer-Museum richtig. Das heisst, zwischen den Hallen 2 & 3. Das Goggomobil entstand in den 50er Jahren und entwickelte sich schnell zu einem Verkaufsschlager. «Zum Busen der Natur, zum Ferienziel? Am besten mit Goggomobil» zitiert das Erwin-Hymer-Museum nur einen der vielen Werbesprüche. Das ausgestellte Stück ist aus dem Jahr 1967, 2.87m lang, 1.30m hoch und breit sowie 415kg leicht.

Campingregionen und Campingplätze

In der Halle 1.2 werdet ihr, wenn ihr Glück habt, musikalisch von der Gastregion Mecklenburg-Vorpommern begrüsst. In dieser Halle finden sich unter anderem Informationen zu Regionen und Campingplätzen. Hier dürft ihr auf keinen Fall den Stand vom Alpencamping Meiringen und Camping Hofstatt Derfli verpassen. Auch wenn der Stand auf den ersten Blick einen eher unscheinbaren Eindruck macht. Denn hier habt ihr die Möglichkeit, auf einer Virtual-Reality-Brille das einzigartige Bergpanorama zu erleben. «Erleben» ist in diesem Fall das richtige Wort. Wenn  jemand infolge der realitätsnahen Aufnahmen Höhenangst hat, kann er jederzeit die Brille abnehmen, um wieder festen Boden unter die Füsse zu kriegen. Aber auch bei den restlichen Campingplätzen und Regionen lohnt es sich, einen kleinen Halt einzulegen: Im Engadin kann man Bündnerfleisch (Merz lässt grüssen) degustieren, der Camping Jungfrau lässt euch Holzkühe schätzen und der Familiencampingplatz Aaregg zeigt euch bei einem Kaffee die wunderschöne Campingregion.

Diskussionsrunden & Reiseberichte

Diskussionsrunde mit 6 Personen mit Skifahrern auf der Präsentation
Diskussionsrunde Wintercamping

Diverse Reiseberichte und Diskussionsrunden begleiten das ganze Messewochenende. Um jeweils 12.30 findet zum Beispiel täglich eine Talk-Runde, moderiert von Monika Buser vom Radio Bern1, zum Thema Caravaning im Winter statt. Vertreten in der Runde sind 5 Experten mit unterschiedlichem Blickwinkel und Bezug zum Thema Wintercamping. Wer selber noch nie im Winter mit dem Wohnmobil unterwegs war oder sich schon einmal gefragt hat, warum man zu dieser Jahreszeit nicht einfach zuhause im Warmen sitzt, dem sei diese unterhaltsame Runde ans Herz gelegt.

Retro-Wohnwagen handpicked by camping.ch

Seitliche Hintenansicht des Touring Trolls
Hymer Eriba Touring Troll 542

Unterwegs in den Hallen des Suisse Caravan Salon waren wir auf der Suche nach einem kleinen speziellen Etwas. Man muss sich das so vorstellen. Da stehen sie, Wagen an Wagen, Wohnmobil an Wohnmobil. Auf den ersten Blick alle gleich: weiss, beige, silbern – in allen Grössen und Formen. Es ist wirklich sogar schwierig, sich in diesem Caravan-Labyrinth zu orientieren. Der süsse kleine Troll 542 hat uns aber sofort angesprochen. Im Zeitalter, wo man von shabby-chic und vintage verfolgt wird, passt dieser Retro-Look natürlich perfekt. Ein netter Verkäufer von Hymer gibt mir erfreut Auskunft über das Modell. Er erzählt, dass der Wagen das «Grundfahrzüg und dä Verchaufsschlager» von Hymer ist und sowohl für dieses als auch nächstes Jahr schon beinahe ausverkauft ist. Also nicht nur Retro-Look, sondern tatsächlich Retro! Nun freue ich mich noch mehr über meinen Fund.

seitliche Frontansicht des Touring Trolls
seitliche Frontansicht

Die Innenausstattung ist auch tatsächlich sehr einfach gehalten und passt also sehr gut zum schlichten Touring Troll. Der Wagen ist gemäss Verkäufer v.a. deshalb so beliebt, weil er so klein ist und in jede Garage passt. «Vor allem beim etwas älteren Publikum würde der Wagen Anklang finden» erklärt mir der Hymer-Verkäufer weiter, «Jüngere Kundschaft, die Wohnwagen suchen, ziehen Kinderzimmerwagen vor. Da ist dieses Modell zu klein.» Und der Trend in der Campingszene allgemein? «Der geht eher Richtung kompakte Campingbusse mit Aufstellzelt und weg von den Wohnwagen». Schade eigenlich. Der kleine Hymer-Wohnwagen erinnert mich sehr stark an die farbenfrohen VW-Bullis – ein Surfbrett würde sich mit diesem Wagen sicher auch gut machen!

Die VW-Klassiker am Suisse Caravan Salon 2017

Überall auf dem Messeplatz sind meine Lieblinge verteilt. Wenn ein Bulli keine Nostalgie auslöst – was dann? Wir haben sie also am ganzen Suisse Caravan Salon gesucht und für euch zusammengestellt:

Bei der Garage Ruedi Strub haben wir nachgefragt, wie das Business mit den VW-Bussen heute so läuft. Die Californias sind fürs 2018 bei der Garage Ruedi Strub auch schon beinahe ausverkauft. Es sind noch 5 Californias in Bestellung und 2 an Lager. Allerdings wären aber auch dieses Jahr noch 3 Stück für spontane Käufer vorrätig. «In den letzten Jahren ist klar eine steigende Nachfrage zu verspüren», bestätigt Verkaufsberater Adrian Plüss. Dies, so vermutet er, hauptsächlich auch deshalb, weil die Preise attraktiver geworden sind. Die Garage Ruedi Strub war bereits die letzten acht Jahre am Suisse Caravan Salon am Hauptstand der AMAG vertreten. In diesem Jahr war die Garage jedoch das erste Mal mit einem eigenen Stand dabei. Auch für nächstes Jahr ist der Event im Kalender der Garage Ruedi Strub vermerkt.

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