Camping Hüttenberg in Eschenz – vom Untersee zum Rhein

Wir reisen in die Nordostschweiz und machen einen Kurzurlaub auf dem Camping Hüttenberg in Eschenz. Inmitten der schönen See- und Rheinlandschaft nehme ich Euch mit auf einen meiner Tagesausflüge.

Mein Campingausflug führt mich diesmal in die Nordostschweiz, zum westlichsten Zipfel des Bodensees, an den Untersee. Genauer gesagt in den Kanton Thurgau, an die Seegrenze nach Eschenz, der Nachbarsgemeinde von Stein am Rhein. Hier in Eschenz geht der Untersee in den Rhein über.

Camping Hüttenberg – Réception

Der Familiencampingplatz Hüttenberg

Leicht erhöht oberhalb von Eschenz thront der schön gelegene Familiencampingplatz „Hüttenberg“. Dieser wird bereits in der dritten Generation von der Familie Meier betrieben. Der terrassierte Campingplatz liegt ruhig gelegen am Waldrand und bietet eine traumhafte Aussicht auf die See- und Rheinlandschaft mit dem Rhein, Untersee und Bodensee. Der Hüttenberg ist ein guter Ausgangspunkt für viele schöne Wanderungen und Velotouren, oder man geniesst einfach die Ruhe und Gemütlichkeit auf dem Campingplatz. Der Hüttenberg punktet nicht nur mit der tollen Aussicht und den Ausflugsmöglichkeiten, sondern in allen Bereichen, wie man auch in den vielen positiven Bewertungen lesen kann. Ok, irgend etwas findet man immer zur Beanstandung. Auch wenn es doch nur das WLAN ist.
Ich bin ein paar Minuten zu früh dran. Auf dem Campingplatz herrscht Mittagsruhe von 12:00 – 14:00. Ich mache mich also zu Fuss auf einen Rundgang über den Platz. Ausserhalb des Campings befinden sich 8 grosse Quickstop–Stellplätze, die alle mit Strom-, Frischwasser- und Abwasseranschluss ausgerüstet sind. Die Quickstop–Plätze können selbständig angefahren und verlassen werden. Bezahlt wird am Ticketautomaten. Im Preis inbegriffen ist die Abfallentsorgung, die Benützung vom Sanitärgebäude und das Schwimmbad. Durchreisende können hier ruhig, komfortabel und sicher übernachten.

Der Camping Hüttenberg ist ein moderner, gepflegter und attraktiver Campingplatz, der mit der Zeit geht und für jedes Alter geeignet ist. Zur Infrastruktur gehört ein Selbstbedienungsladen, das Bistro mit der grossen Sonnenterrasse, WIFI, ein Grillplatz inkl. Feuerholz, Granittische mit Bänkli, ein Kinderspielplatz, PITPAT (eine Kombination aus Billard und Minigolf), Boccia, 2 Flyer Elektrovelos zur Miete, Jungendraum, Schwimmbad, Gasdepot, Reisemobil–Servicestation und die 3 Sanitäranlagen.
Neben den 270 Dauermietplätzen sind auch 60 parzellierte und unparzellierte Touristenplätze auf dem Camping verteilt. 15 verschiedene, moderne und hübsch eingerichtete Mietobjekte stehen ebenfalls verteilt auf der Campinganlage.

Inzwischen ist die Mittagsruhe vorbei und ich melde mich bei der Réception an. Der Empfang ist freundlich und herzlich. Neben den allgemeinen Infos erhalte ich tolle Ausflugstipps und werde über die aktuellen Baustellen auf dem Campingplatz informiert, wo neue Mietobjekte entstehen.
Der Campingplatz Hüttenberg ist nicht direkt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Bushaltestelle ist ca. 1km entfernt und in ungefähr 10min erreichbar. Der Bahnhof ist ca. 2km entfernt und in etwa 25min Fussmarsch erreichbar. In Eschenz befindet sich ein Lebensmittelladen, 2 Banken, eine Bäckerei, Pizzerias, Restaurants, die Physiotherapie sowie eine Tankstelle. Ich richte mich nun auf meiner Parzelle ein und lasse den Tag ausklingen.

Mein heutiger Tagesausflug

Heute mache ich mich auf zu einem Tagesauflug zum Schloss Freudenfels, zur Insel Werd, nach Stein am Rhein und zur Burg Hohenklingen. Auf dem Campingplatz miete ich ein Flyer Elektrovelo. Übrigens hat mir Herr Meier noch einen tollen Tipp für eine Velotour mitgegeben. Dazu komme ich dann später noch.

Das Schloss Freudenfels

Ich schwinge mich aufs Velo und fahre gemütlich mit Akkuantrieb entlang der stetig ansteigenden Strasse zum ca. 2.5km entfernten Schloss Freudenfels. Unterwegs geniesse ich die Ruhe, die Natur und die schöne Aussicht. Die Schlossgeschichte führt bis ins Jahr 958 zurück. Heute wird das Schloss Freudenfels als Hotel, für Tagungen, Feiern und Hochzeiten genutzt. Das Schloss wurde 1958 und 1992 restauriert und steht unter dem Schutz des Bundes. Ich mache eine kurze Pause im akkurat angelegten Rosengarten oberhalb des Schlosses und setze mich danach wieder aufs Velo. Wo es hinauf geht, geht es auch wieder hinunter. Ich kann es bis hinunter nach Eschenz rollen lassen.

Schloss Freudenfels

Die Insel Werd

Mein nächstes Ziel ist die Insel Werd. Ich gehe auf die Hauptinsel der kleinen Inselgruppe „Im Werd“. Die Hauptinsel ist mit einer 200m langen, hölzernen Fussgängerbrücke mit dem Festland verbunden. Die Insel Werd ist einerseits die Klosterinsel vom Kloster St. Otmar, wo immer noch 5 Franziskaner Brüder leben und dort Gebete und Messen abhalten. Andererseits ist die Werd ein bedeutendes Vogelschutzgebiet für überwinternde Schell-, Tafel- und Reiherenten und dient als Rastplatz für Blesshühner, Watvögel und Zwergtaucher. Auf den Infotafeln vor Ort kann man ausführlich über den Vogelschutz und die lange Kloster- und Inselgeschichte lesen, welche bis 5000 v. Chr. zurückreicht. Ich setze mich auf ein Bänkli am Wasser und beobachte die brütenden Schwäne. Hier auf der Insel findet man Ruhe und Inspiration.

Die Insel Werd

Stein am Rhein

Ich bekomme langsam Hunger und mache mich auf die kurze Velofahrt nach Stein am Rhein. Das charmante Städtchen mit den mittelalterlichen Fachwerkhäusern und den aufwändig bemalten Fassaden liegt direkt am Rhein. Wer sich für Kultur, Geschichte und Kunst interessiert, ist in Stein am Rhein genau richtig. Zahlreiche Ateliers, Galerien und Museen findet man im Städtchen. Wie üblich in einem touristischen Ort, hat es auch hier Kioske und Souvenirshops. Doch in den vielen, kleinen Geschäften – manchmal auch etwas versteckt – kann man Handgemachtes aus der Region kaufen. Hübsch getöpferte Gartendeko, Schmuck, Gebäck und Patisserie oder Genähtes findet man hier. Mein Hunger meldet sich wieder. Pizzerias, Restaurants und Fischstuben hat es genug in Stein am Rhein. Ich habe Lust auf Crêpe in der „la p’tite crêperie“ in der Understadt 10.
Apropos Rhein, von der Schiffländi aus fährt das Kursschiff auf dem Untersee Richtung Konstanz/Kreuzlingen und Rheinabwärts bis nach Schaffhausen.

Die Burg Hohenklingen

Mit feinen Crêpes satt gegessen steige ich wieder aufs Velo. Ich pedale dank des Akkus, nicht völlig ausser Atem, die steilen Kurven zur Burg Hohenklingen hinauf, die hoch über Stein am Rhein thront.

Die Hohenklingen wurde im 12. Jahrhundert erbaut und blickt auf eine lange, kriegerische Geschichte zurück. Sie wurde aber immer vor der Zerstörung verschont. In den letzten Jahren wurde die Burg aufwändig saniert. Moderne Architektur und Altes wurde prima zusammen vereint. Der Parkplatz, der Burgzutritt und das Museum sind gratis. Die Burg verfügt über einen behindertengerechten Aufzug. Das Museum in der Burg informiert über die Burggeschichte. Oben in der Burg befindet sich das Restaurant mit GILDE Auszeichnung. Im Turm ganz zuoberst, geniesst man wiedermal die grandiose Aussicht aufs Wasser, Stein am Rhein, die Insel Werd sowie den Campingplatz Hüttenberg. 50m neben der Burg, wenn man dem braunen Wegweiser „Rastplatz“ folgt, hat es Grillplätze mit Tischen und Bänken am Waldrand.

Marcel Meiers Velotour-Tipp

Bei dieser Tour entlang des Rheins, fährt man durch schöne Dörfchen und durch den Wald. Im schönen Städtchen Diessenhofen kann man Rast machen und einkehren. Wem diese Strecke genügt, kann mit dem Kursschiff wieder nach Stein am Rhein fahren, was auch sehr reizvoll ist.

Die Velotour

Nun radeln wir beim Campingplatz Hüttenberg los nach Eschenz, über die Brücke nach Stein am Rhein, Hemishofen, Bibermühle, Obergailingen (D), Gailingen (D), über die Holzbrücke nach Diessenhofen, am Restaurant Schupfen vorbei, nach Rheinklingen, Wagenhausen, Stein am Rhein, Eschenz, Hüttenberg.
Bei dieser Velotour befährt man übrigens den legendären EuroVelo 6 „Atlantik – Schwarzes Meer“. Der Eurovelo 6 (nationale Rhein Route Nr. 2) führt von Stein am Rhein nach Schaffhausen. Da man kurz über deutsches Gebiet fährt, sollte man unbedingt den Ausweis dabei haben. Die Grenzwache führt manchmal Kontrollen durch.

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